Fort de Chillon. Das letzte Geheimnis des Schweizer Réduit.

Von Sommer 1940 bis Herbst 1944 war die Schweiz von den Achsenmächten umzingelt und insbesondere vom Dritten Reich mit seiner "Neuen Ordnung" bedroht. Überrascht von der Blitzniederlage Frankreichs wurde das Land rund um das Schweizer Réduit organisiert, dessen westliche gelegenen Tore wir für die Besucher nun öffnen werden.

Im Juli 1940 befahl General Henri Guisan die Schaffung eines ausgedehnten Bunkersystems in den Alpen. Dies soll der Schweizer Armee als Rücksicherung für den Fall einer Invasion dienen, in dem drei Ziele verfolgt werden können: Verlangsamen - oder sogar Stoppen – des Vorstosses durch den Feind sowie Gegenangriffe lancieren. Dies war die Geburtsstunde des Schweizer Réduits.
In Chillon nahm das System 1942 die Form einer befestigten Passage an, an der es kein Vorbeikommen gab und die es der Garnison von St. Maurice ermöglichen konnte, einen Kampf ohne "Rückwärtsabsicht" zu führen, wie es General Guisan ausdrückte. Das Fort beherbergte zuletzt 1994 eine militärische Truppe.

"Die Topografie befiehlt". Dieses Fort ist das perfekte Beispiel für die Grundprinzipien der militärischen Taktik. Im Laufe des Jahrhunderts nutzte die Schweizer Armee den Vorteil des Terrains, um sich und ihre Soldaten mit einer starken Abwehr zu schützen.

Pierre Streit,
Historiker und Militärexperte

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